+ Energiemessgeräte für Maxxicharge V2+

Ecotracker IR oder Shelly Pro 3EM?

Beide melden Ihrer CCU V2+ sekundengenau, was Ihr Haushalt gerade verbraucht. Erst damit kann SynaptIQ die Abgabe nachführen. Der Unterschied liegt nicht in der Qualität, sondern darin, wie die beiden messen – und was das für Ihre Installation bedeutet.

Empfohlen
everHome Ecotracker IR, schwarzer Lesekopf für die Infrarot-Schnittstelle des Stromzählers

Ecotracker IRvon everHome · liest den Zähler aus

MontageSelbst, in Minuten
ElektrofachkraftNicht nötig
Takt mit Maxxicharge1 Sekunde1
Geschenktim V2+‑Konfigurator, einzeln 79 €2
Ecotracker IR ansehen
Für Profis
Shelly Pro 3EM auf der Hutschiene mit drei Strommessklemmen

Shelly Pro 3EM120 A · misst im Zählerschrank selbst

MontageHutschiene, 1 TE
ElektrofachkraftErforderlich
Takt mit Maxxicharge0,3 bis 0,6 s1
+ 129 €im V2+‑Konfigurator, einzeln ebenso3
Shelly Pro 3EM ansehen
Die kurze Antwort

Haben Sie einen modernen digitalen Zähler und wollen ohne Handwerkertermin starten, ist der Ecotracker IR die richtige Wahl. Er hängt magnetisch vorn am Zähler, ist in Minuten eingerichtet und liegt im Konfigurator ohne Aufpreis bei.

Steht bei Ihnen noch ein alter Ferraris‑Zähler mit Drehscheibe, ist Ihr Zähler nicht in der Kompatibilitätsliste, oder wollen Sie die schnellstmögliche Regelung, dann führt der Weg zum Shelly Pro 3EM – er misst unabhängig vom Zähler direkt an den Leitungen.

+ Wozu überhaupt ein Messgerät

Die Augen Ihrer Einspeisesteuerung.

Ihr Speicher soll genau so viel abgeben, wie das Haus gerade braucht – nicht mehr, nicht weniger. Dazu muss die CCU V2+ wissen, was am Hausanschluss passiert. Das Messgerät ist die einzige Stelle, an der sie das erfährt.

NetzIhr Hausanschluss
StromzählerBezug und Einspeisung
MessgerätEcotracker oder Shelly
CCU V2+SynaptIQ regelt
Speichergibt passgenau ab

Der Kreis schließt sich mehrmals pro Sekunde: messen, melden, nachregeln. SynaptIQ passt die Abgabe in unter 0,4 Sekunden an – aber schneller als das Messgerät liefert, kann die Kette nicht werden. Genau deshalb lohnt der Blick auf die beiden Geräte.

+ Der Kernunterschied

Ablesen oder selbst messen.

Alles andere folgt aus diesem einen Punkt: dem Montageort, dem Aufwand, den Voraussetzungen, dem Tempo. Wer ihn verstanden hat, weiß meist schon, welches Gerät zu ihm passt.

8891.5 kWh · 1.8.0 Infrarot-Schnittstelle Ecotracker IR WLAN
Ecotracker IR · Ablesen

Er liest, was Ihr Zähler ohnehin schon rechnet.

Jeder moderne digitale Zähler sendet seine Zählerstände und die aktuelle Leistung im Sekundentakt über eine Infrarot-Schnittstelle nach vorn. Der Ecotracker haftet magnetisch davor und fängt dieses Signal ab – berührungslos, ohne Kabel, ohne Eingriff.

  • Kein Elektriker. Aufkleben, per WLAN verbinden, fertig. Sie fassen nichts an, was unter Spannung steht.
  • Der Wert stimmt per Definition. Sie sehen exakt die saldierte Leistung, mit der Ihr Zähler auch abrechnet.
  • Nichts hängt im Schrank. Keine freie Hutschiene, kein Platzproblem, kein Rückbau beim Auszug.

Die Bedingung: Ihr Zähler muss digital sein und eine nutzbare Infrarot-Schnittstelle haben. everHome nennt 101 kompatible Zählermodelle in Deutschland und Teilen Österreichs.2

PWR WiFi LAN Shelly Pro 3EM auf der Hutschiene L1 L2 L3 3 Strommessklemmen um die Phasenleitungen
Shelly Pro 3EM · Selbst messen

Er misst selbst – direkt an den Leitungen.

Das Modul sitzt auf der Hutschiene im Zählerschrank. Um jede der drei Phasenleitungen wird eine Strommessklemme gelegt, die das Magnetfeld des fließenden Stroms auswertet. Der Zähler selbst spielt dabei keine Rolle – er wird gar nicht gefragt.

  • Zählerunabhängig. Funktioniert auch am alten Ferraris-Zähler mit Drehscheibe und an jedem Zähler ohne nutzbare Schnittstelle.
  • Schneller Takt. Mit Maxxicharge V2+ arbeitet er im 0,3- bis 0,6-Sekunden-Takt statt im Sekundentakt.1
  • Kabelgebunden anbindbar. Neben WLAN auch LAN und Bluetooth – im Keller oft der stabilere Weg.3

Die Bedingung: Der Einbau erfolgt im Zählerschrank und gehört in die Hände einer Elektrofachkraft. Sie brauchen eine freie Teilungseinheit auf der Hutschiene und einen Termin.

+ Alles nebeneinander

Der direkte Vergleich.

Ein Punkt vor dem Wert markiert, wo das jeweilige Gerät im Alltag den Vorteil hat. Nicht jede Zeile ist für jeden Haushalt gleich wichtig – die letzten drei Zeilen entscheiden es meistens.

 Ecotracker IReverHomeShelly Pro 3EM120 A
MessprinzipOptischer Lesekopf an der Infrarot-Schnittstelle3 Strommessklemmen um die Phasenleitungen
MontageortVorn am Zähler, magnetischHutschiene im Zählerschrank, 1 TE (94 x 19 x 69 mm)3
Wer montiertSie selbst, in wenigen MinutenElektrofachkraft, Termin erforderlich
Eingriff in die HauselektrikKeinerJa, im Zählerschrank
Voraussetzung am ZählerDigitaler Zähler mit nutzbarer IR-SchnittstelleKeine – arbeitet an jedem Zähler, auch am Ferraris
Kompatibilität101 Zählermodelle, Deutschland und Teile Österreichs2Zählerunabhängig
MesswertSaldiert, exakt der Wert, mit dem Ihr Zähler abrechnetJe Phase einzeln, bis 120 A, 4-Quadranten3
GenauigkeitDie des Zählers selbst (eichrechtlich geprüft)Klasse B, ±1 % Wirkenergie3
AnbindungWLANWLAN, LAN und Bluetooth3
StromversorgungUSB-C-Netzteil, Steckdose am Zählerschrank nötig2Direkt aus dem Netz, unter 3 W3
InternetverbindungErforderlich, Einrichtung über die everHome-App2Nicht zwingend, lokal per MQTT und eigener Schnittstelle nutzbar3
Takt mit Maxxicharge V2+1 Sekunde, Gesamtreaktion rund 1,4 s10,3 bis 0,6 Sekunden1
Preis im V2+‑KonfiguratorGeschenkt, einzeln 79 €2+ 129 €, einzeln ebenso3

Maxxicharge V2+ unterstützt darüber hinaus weitere gängige Smart Meter, unter anderem Shelly 3EM, Shelly Pro 3EM CT63, IOMeter und Powerfox Poweropti. Mit Standard-Smart-Metern arbeitet die Einspeisesteuerung im 1-Sekunden-Takt.1

+ Was der schnellere Takt wirklich bringt

Eine halbe Sekunde. Und dann?

Der Shelly misst schneller – das ist unbestritten. Damit die Zahl für Sie greifbar wird, rechnen wir sie hier offen durch, statt sie einfach nur größer zu drucken.

Messtakt Ecotracker IRoptische Auslesung
1,0 s
Messtakt Shelly Pro 3EMdirekte Strommessung
0,3 bis 0,6 s
SynaptIQ-Regelungbei beiden gleich
0,4 s
0 s0,5 s1,0 s1,5 s

Gesamtreaktion: mit dem Ecotracker rund 1,4 Sekunden, mit dem Shelly rund 0,7 bis 1,0 Sekunden.1 Die Regelung selbst ist bei beiden identisch schnell – den Unterschied macht allein, wie oft ein frischer Messwert eintrifft.

Was passiert in dieser Zeitspanne? Sie schalten den Wasserkocher ein. Bis der Speicher nachgeführt hat, kommt die zusätzliche Leistung kurz aus dem Netz. Je kürzer die Spanne, desto weniger Netzstrom.

Überschlag, Schritt für Schritt
  1. Ein Verbraucher mit 2.000 W geht an.
  2. Zeitvorsprung des Shelly: rund 0,6 Sekunden.
  3. 2.000 W x 0,6 s ergibt 0,33 Wh je Lastsprung.
  4. Bei 30 solchen Sprüngen am Tag: rund 10 Wh täglich.

Macht rund 3,7 kWh im Jahr, also etwa 0,95 € bei 25,5 ct/kWh.4 Eine Größenordnung, kein Versprechen. Ihr Wert hängt davon ab, wie oft und wie stark sich Ihre Last ändert.

Unser ehrliches Fazit: Der schnellere Takt ist real, sein Geldwert ist klein. Wer sich für den Shelly entscheidet, tut das sinnvollerweise, weil sein Zähler keine nutzbare Schnittstelle hat, weil er im Keller lieber ein LAN-Kabel als WLAN nutzt oder weil er alles lokal ohne Cloud betreiben will – nicht wegen dieser knappen Sekunde.

+ Ecotracker IR im Detail

Aufkleben, verbinden, sehen.

Der Lesekopf haftet magnetisch vor der Infrarot-Schnittstelle Ihres Zählers. Strom bekommt er über ein USB-C-Netzteil, die Daten gehen per WLAN weiter. In der kostenlosen everHome-App sehen Sie Ihren Verbrauch live, im Verlauf und nach Geräten aufgeschlüsselt.

  • Berührungslose Auslesung, kein Eingriff in die Hauselektrik
  • 101 kompatible Zählermodelle in Deutschland und Teilen Österreichs2
  • Kostenlose App für iOS und Android, keine monatlichen Kosten2
  • Im Maxxicharge V2+‑Konfigurator ohne Aufpreis enthalten

Voraussetzung: Steckdose und WLAN-Empfang am Zählerschrank sowie eine Internetverbindung.2

everHome-App: aktueller Stromverbrauch in EchtzeitEchtzeit
everHome-App: historischer VerbrauchsverlaufVerlauf
everHome-App: Verbrauch nach Geraeten aufgeschluesseltVerteilung

Ansichten der everHome-App.2

+ Shelly Pro 3EM im Detail

Messtechnik für den Zählerschrank.

Ein Hutschienenmodul von einer Teilungseinheit Breite, dazu drei Strommessklemmen für bis zu 120 A je Phase. Es misst Wirk- und Scheinleistung in vier Quadranten, also Bezug und Einspeisung getrennt, und hält die Werte auch ohne Internetverbindung lokal bereit.

  • Genauigkeitsklasse B, ±1 % bei der Wirkenergie3
  • WLAN, LAN‑Anschluss und Bluetooth, dazu MQTT und eine lokale Schnittstelle3
  • Versorgung direkt aus dem Netz mit unter 3 W, kein zusätzliches Netzteil3
  • Arbeitet unabhängig vom Zählertyp – auch am Ferraris-Zähler

Voraussetzung: freie Teilungseinheit auf der Hutschiene und Anschluss durch eine Elektrofachkraft.

Shelly Pro 3EM mit drei Strommessklemmen auf der Hutschiene
bis 120 A je Phase 4-Quadranten-Messung 1 TE auf der Hutschiene
+ Häufige Fragen

Was Kunden vor der Wahl fragen.

Nein. Ein Ferraris-Zähler hat keine Infrarot-Schnittstelle, es gibt also nichts auszulesen. Für diesen Fall ist der Shelly Pro 3EM gebaut: Er misst den Strom direkt an den Leitungen und interessiert sich nicht dafür, was für ein Zähler danebenhängt.

Gute Nachricht nebenbei: Die alten Zähler werden ohnehin nach und nach getauscht. Nach dem Tausch könnten Sie auf den Ecotracker wechseln – müssen aber nicht, der Shelly bleibt die technisch stärkere Lösung.

Viele moderne Messeinrichtungen geben ab Werk nur den Gesamtzählerstand heraus. Die erweiterte Anzeige mit den Momentanwerten wird über eine vierstellige PIN freigeschaltet, die Sie bei Ihrem Messstellenbetreiber anfordern – meist ist das Ihr Netzbetreiber, nicht Ihr Stromlieferant. Das ist ein kurzes Formular oder ein Anruf, kostet in aller Regel nichts.

Wollen Sie diesen Schritt vermeiden, ist der Shelly Pro 3EM der Weg ohne Umweg: Er braucht vom Zähler gar nichts.

Auf jedem digitalen Zähler steht vorn der Herstellername und die Typbezeichnung. everHome führt dafür eine Liste mit 101 kompatiblen Modellen für Deutschland und Teile Österreichs.2 Wenn Sie unsicher sind, fotografieren Sie das Typenschild und fragen Sie kurz bei unserer Kaufberatung nach – wir schauen für Sie nach.

Ja. Der Einbau erfolgt im Zählerschrank an Leitungen, die unter Spannung stehen und die nicht ohne Weiteres freigeschaltet werden können. Arbeiten hinter dem Zähler sind in Deutschland Fachkräften vorbehalten. Das ist keine Formalie, sondern eine Frage Ihrer Sicherheit und Ihres Versicherungsschutzes.

Der Aufwand selbst ist klein: Das Modul belegt eine Teilungseinheit, die drei Klemmen werden um die Phasenleitungen gelegt. Für eine Fachkraft ist das in der Regel eine kurze Angelegenheit.

Ja. Die CCU V2+ ist nicht auf ein bestimmtes Messgerät festgelegt – Sie hinterlegen in der Einrichtung, welches Gerät sie abfragen soll. Ein Wechsel ist eine Einstellung, kein Umbau am Speicher.

Alle vier werden unterstützt, ebenso weitere gängige Smart Meter.1 Wenn Sie eines dieser Geräte bereits im Schrank haben, müssen Sie nichts Neues kaufen – Sie tragen es in der Einrichtung ein und sind fertig. Mit Standard-Smart-Metern arbeitet die Einspeisesteuerung im 1-Sekunden-Takt.

Der Pro 3EM CT63 ist übrigens der kleine Bruder des hier verglichenen Geräts: gleiche Technik, Klemmen für bis zu 63 A statt 120 A. Für die allermeisten Einfamilienhäuser reicht das aus.

everHome nennt eine Internetverbindung als Voraussetzung; Einrichtung und App laufen über das everHome-Konto.2 Wenn Sie Wert darauf legen, dass Ihre Verbrauchsdaten das Haus nicht verlassen, ist der Shelly Pro 3EM die passendere Wahl: Er lässt sich vollständig lokal betreiben, unter anderem über MQTT und seine eigene Schnittstelle im Heimnetz.3

Nicht grundsätzlich – beide Geräte erfassen den gesamten Hausverbrauch. Wer aber viele große Lastsprünge hat, profitiert stärker vom schnelleren Takt des Shelly, weil der Speicher früher nachführt. Wie groß dieser Effekt in Euro ist, haben wir weiter oben offen durchgerechnet: spürbar in der Technik, klein auf der Rechnung.

Bleiben Messwerte aus, fährt die Einspeisesteuerung auf einen sicheren Standardwert zurück, statt blind weiter abzugeben. Ihr Speicher arbeitet dann konservativer, aber er arbeitet. Sobald wieder Werte eintreffen, regelt SynaptIQ normal weiter.

+ Beide Wege führen ans Ziel

Ein Messgerät gehört in jede Konfiguration.

Ob Sie den Ecotracker IR aufkleben oder den Shelly Pro 3EM setzen lassen: Erst mit einem der beiden regelt SynaptIQ Ihre Abgabe passgenau auf den Hausverbrauch.

Im Maxxicharge V2+‑Konfigurator wählen Sie das Messgerät direkt beim Speicher mit aus.

Quellen und Anmerkungen
  1. Angaben zu Messtakt und Gesamtreaktionszeit stammen von Maxxisun, Maxxicharge V2+. Die genannten 0,7 bis 1,0 Sekunden für den Shelly ergeben sich rechnerisch aus dessen Messtakt von 0,3 bis 0,6 Sekunden zuzüglich der SynaptIQ-Regelzeit von 0,4 Sekunden.
  2. Angaben zum Ecotracker IR nach everHome, Produktseite everhome.cloud, abgerufen am 26.08.2026. Der Hersteller nennt dort 99 €; bei Maxxisun kostet das Gerät einzeln 79 € und liegt im V2+‑Konfigurator ohne Aufpreis bei.
  3. Angaben zum Shelly Pro 3EM nach Shelly, Produkt- und Datenblattseite shelly.com, abgerufen am 26.08.2026. Die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers liegt bei 157,90 €; bei Maxxisun kostet das Gerät 129 €, im V2+‑Konfigurator ebenso.
  4. Überschlag mit den im Abschnitt genannten Annahmen: 2.000 W Lastsprung, 0,6 Sekunden Zeitvorsprung, 30 Lastsprünge am Tag, 25,5 ct/kWh. Der tatsächliche Wert weicht je nach Lastverhalten ab.

Ecotracker und everHome sind Marken der everHome GmbH, Shelly ist eine Marke der Allterco Robotics EOOD. Alle Preise und technischen Angaben Stand 26.08.2026, ohne Gewähr.